#Allergenimmuntherapie

– Von aktuell bis speziell (15. Februar)

  Autoren/Autorinnen: Prof. Dr. med. Boris Haxel / Priv. Doz. Dr. med. Petra Zieglmayer


Prof. Boris Haxel

Klein, aber nicht ohne. Hausstaubmilben, für das bloße Auge kaum sichtbare Spinnentiere der Spezies Dermatophagoides pteronyssinus (Der p) und Dermatophagoides farinae (Der f), sind ungeliebte Mitbewohner/Haustiere und stellen somit eine ganzjährige Allergenquelle für Hausstaubmilbenallergiker dar.

Die dauerhafte Exposition in häuslicher Umgebung führt bei den Betroffenen zu massiven Belastungen und Einschränkungen der alltäglichen Lebensqualität.

Anders als bei anderen Inhalationsallergenen, ist das Risiko von Folgeerkrankungen wie z. B. allergisches Asthma, bei der HSM-Allergie deutlich erhöht.

Welche Bedingungen (z. B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit) begünstigen die Bildung großer Milbenpopulationen? Welche (Sanierungs-)Maßnahmen können zur Reduktion der Allergenbelastung in der Wohnumgebung sinnvoll sein?

Dies alles, sowie die Besonderheiten bei der Diagnose einer Hausstaubmilben-Sensibilisierung und die derzeit verfügbaren Therapieoptionen der Allergen-Immuntherapie (AIT) bei Hausstaubmilben mit Sublingual-Tabletten sollen erläutert werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auch auf der Darlegung des Nutzens für die Patienten in Bezug auf die Lebensqualität.

 

PD Dr. Petra Zieglmayer

Tränende Augen, laufende Nase, Atemwegsprobleme. Pollenallergiker kennen diese Symptome, die sich mitunter schon recht früh im Jahr einstellen und bis in den späten Sommer andauern können. Die Lebensqualität der Patienten kann so über einen sehr langen Zeitraum beträchtlich einschränkt sein.

Verantwortlich für diese typischen Symptome einer allergischen Rhinitis können Pollen von Frühblüher wie Hasel, Erle und Birke, aber auch Süßgräsern sein, deren Blütezeit sich über sehr viele Monate, bis in den Herbst hinein, erstreckt.

Süßgräser (Poaceae) blühen nahezu an jedem Wegesrand, sie sind in vielen Klimazonen beheimatet und zeichnen für den Großteil der Gräserpollen-Allergien verantwortlich. Zu den Süßgräsern zählen das Wiesenlieschgras (Phleum pratense), das Deutsche Weidelgras (Lolium perenne), das Gewöhnliches Knäuelgras (Dactylis glomerata) und das Wiesenrispengras (Poa pratensis). Das Vorkommen dieser Grasarten kann sich regional jedoch sehr unterscheiden und somit bedeutsam sein für Zeitpunkt und Schweregrad der Symptome einer Gräserpollen-Allergie.

Serologische Studien weisen zudem darauf hin, das Gräserpollen-Allergiker individuell unterschiedliche Sensibilisierungsmuster aufweisen und dass nicht alle Gräser-Arten untereinander vollständig kreuzallergen sind. Es tragen alle Gräser-Spezies zum Beschwerdebild der Patienten bei und nicht nur einzelne „Leitallergene“.

Die Konsequenzen dieser Befunde für die Allergen-Immuntherapie (AIT) werden dargelegt sowie der Einfluss von Allergenzusammensetzung und Allergendosis auf die Wirksamkeit der AIT wird diskutiert. Klinische Daten zur AIT der Gräserpollen-Allergie mit Sublingualtabletten zeigen auf, welche Kriterien zur Beurteilung der Evidenz von AIT-Präparaten herangezogen werden können.

weiterlesen

Prof. Dr. med. Boris Haxel

Ärztlicher Leiter

Prof. Dr. med. Boris Haxel

Facharzt für HNO-Heilkunde Schwarzwald-Baar Klinikum

3 CME-Punkte
Bayerische Landesärztekammer (BLÄK)

Kat A - Vorträge mit anschließender Diskussion
Qualifizierung durch Lernerfolgskontrolle

Kursdauer bis: Mittwoch 15 Februar 2023
Teilnahme: Kostenfrei

CME-Veranstalter Cogitando GmbH

CME-Fortbildungspartner Stallergenes GmbH - 5.000 Euro - Durchführung, Akkreditierung

      Transparenzinformation

»

Beliebte CME-Fortbildungen zum Erwerb von CME-Punkten. Medcram.de ist eine Initiative der Cogitando GmbH zur Unterstützung und Förderung von internetbasierter Fortbildungen im Rahmen der Fortbildungsverpflichtung für Ärztinnen und Ärzte und Apotheker und deren Mitarbeiter. Praxisorientierte und neutrale videogestützte Folienvorträge mit renommierten Referenten und aktuellen Updates wissenschaftlicher Erkenntnisse, neue Leitlinien geben einen Überblick zu Therapiemöglichkeiten bei Patienten in der Praxis. Interaktive eTutorials, Audio-Podcasts bequem auf dem Smartphone nutzen. Alle Kursinhalte wurden auf Grundlage aktuell gültiger Leitlinien erstellt, sind unabhängig, aktuell und kostenlos! Testen Sie Ihr Wissen und sammeln Sie Fortbildungspunkte bei aktuellen CME-Kursen!