CME Live-Fortbildung für andere med. Berufe

Geschlechtsidentität und Geschlechtervielfalt in Gesellschaft und Psychotherapie

Referenten: Prof. Dr. med. Götz Mundle

Neue Herausforderungen: Obwohl homo- und bisexuelle Lebensweisen in den letzten Jahrzehnten alltäglicher werden, erfahren lesbische, schwule und bisexuelle KlientInnen nach wie vor Stigmatisierung. Gleichzeitig schweben sie in erhöhter Gefahr für psychische Krankheiten. In der psychotherapeutischen Behandlung spielen Aspekte der Geschlechteridentität oft eine untergeordnete Rolle. Internationale Studien belegen, dass Homosexuelle häufiger psychisch erkranken als die Allgemeinbevölkerung. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit homo- oder bisexueller Orientierung besteht sogar eine dreifach höhere Suizidrate. Das erhöhte Risiko für psychische Erkrankung ist auf direkt oder indirekt erfahrene Diskriminierung zurückzuführen. Daneben spielen auch andere psychische Entwicklungen eine Rolle – zum Beispiel internalisierte Homophobie, Selbstentwertung oder starke Schuld- und Schamgefühle. Unterdessen wird die Bedeutung eines Verständnisses der Kontextbedingungen, unter denen lesbische, schwule und bisexuelle KlientInnen leben, für eine fachgerechte Gestaltung von Beratung und Psychotherapie zunehmend anerkannt. Der Vortrag von Prof. Mundle als Leiter des Referats „Sexuelle Orientierungen und Identitäten in Psychiatrie und Psychotherapie“ der DGPPN setzt deshalb auf Aufklärung und stellt unseren Wissenstand hierzu dar.



Zertifiziert von der Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) mit 0 CME-Punkten

CME Live-Fortbildung

Kat A - Frontalvorträge mit nachfolgender Diskussion
zertifiziert vom:
27-05-2020
bis:
28-05-2020



Live Termin 27.05.2020, 19.00 bis 20.30 Uhr


Geschlechtsidentität und Geschlechtervielfalt in Gesellschaft und Psychotherapie


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