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Thema: baricitinib in der CME-ONLINE FORTBILDUNG

Aktuelle Fortbildungen nach dem Thema: baricitinib sortiert.

Medcram bietet eine breite Palette zertifizierter medizinischer Fortbildung in Form von interaktiven Lernmodulen an, um medizinisches Fachpersonal dabei zu unterstützen Ihrer Fortbildungspflicht nachzukommen.

Dr. med. Stephan Traidl
  Ärztlicher Leiter

Dr. med. Stephan Traidl

Assistenzarzt Medizinische Hochschule Hannover (MHH)

CME-Veranstalter

Cogitando GmbH

Finanzieller Förderer

Konzept Gesundheit - 300€ - Akkreditierung

Zertifiziert bisSonntag 11 September 2022
Zertifiziert durch Bayerische Landesärztekammer (BLÄK)
CME-Punkte 4 -
Berufsgruppe Arzt
AutorenDr. med. Stephan Traidl / Dr. med. Sina Freimooser / Prof. Dr. med. Thomas Werfel
CME-Veranstaltungstyp
Qualifizierung durch Lernerfolgskontrolle
Kosten Kostenfrei
CME-Fortbildungspartner

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Januskinaseinhibitoren zur Therapie der atopischen Dermatitis

Der JAK-STAT Signalweg ist in der Signalvermittlung von mannigfaltigen Zytokinen in der atopischen Dermatitis (AD) involviert. Januskinase (JAK) Inhibitoren hemmen einzelne rezeptorassoziierte Kinasen und unterbinden damit die Vermittlung entzündlicher Signale. Verschiedene JAKInhibitoren mit unterschiedlichem Wirkmechanismus, Wirkstärke und Sicherheit stellen mögliche Therapieoptionen der AD sowohl in topischer als auch systemischer Anwendung
dar. Der JAK1/2 Inhibitor Baricitinib war die erste Substanz aus dieser Wirkstoffklasse, die von der EMA für die systemische, orale Behandlung der AD zugelassen wurde.
Das klinische Entwicklungsprogramm der selektiven JAK1-Inhibitoren Upadacitinib und Abrocitinib ist mit positiven Ergebnissen für AD abgeschlossen. Der PAN-JAKInhibitor Delgocitinib war die erste Substanz, die für die topische Behandlung der AD (in Japan) zugelassen wurde. Dieser Übersichtsartikel umfasst die aktuelle Datenlage zu den in Studien befindlichen sowie zugelassenen JAK-Inhibitoren.

Die atopische Dermatitis (AD) stellt eine der häufigsten, chronisch entzündlichen Dermatosen dar und betrifft etwa 20% der Kinder und bis zu 7% der Erwachsenen [1, 2]. Gekennzeichnet durch den Pruritus als Kardinalsymptom, begleitenden Schlafstörungen und psychiatrische Erkrankungen als Komorbidität kommt es insbesondere bei moderater bis schwerer AD zu einer deutlichen Beeinträchtigung des Alltags und folglich der Lebensqualität. Betrachtet man die verlorenen gesunden Lebensjahre (DALY = disability-adjusted life years), stellt die AD die Hauterkrankung mit der stärksten Beeinträchtigung der Lebenserwartung in guter Gesundheit dar [3]. Die Pathophysiologie der AD umfasst ein komplexes Zusammenspiel aus genetischer Prädisposition, Hautbarrieredefekten, wie ein erhöhter transepidermaler Wasserverlust (TEWL = transepidermal water loss) und einer gestörten Lipidzusammensetzung, Umweltfaktoren, wie Aeroallergene, und einer zugehörigen Inflammation [4]. Letztere ist gekennzeichnet durch eine Th2-Polarisation mit den zugehörigen Zytokinen IL4, IL-5, IL-13 und IL-31. Begleitend finden sich Th17- und Th22-Zellen und in chronischen Läsionen ebenfalls Th1-Zellen. Die Inflammation wird jedoch nicht nur durch T-Zellen geprägt, sondern ebenfalls durch Zytokine der Keratinozyten, wie TSLP (= thymic stromal lymphopoietin) und IL-17C, Zellen des angeborenen Immunsystems wie ILC2 (= innate lymphoid cells Typ 2) sowie dendritische Zellen.

 

[1] Langan SM, Irvine AD, Weidinger S. Atopic dermatitis. Lancet. 2020; 396: 345-360. CrossRef PubMed
[2] Barbarot S, Auziere S, Gadkari A, Girolomoni G, Puig L, Simpson EL, Margolis DJ, de BruinWeller M, Eckert L. Epidemiology of atopic dermatitis in adults: Results from an international survey. Allergy. 2018; 73: 1284-1293. CrossRef PubMed
[3] Hay RJ, Johns NE, Williams HC, Bolliger IW, Dellavalle RP, Margolis DJ, Marks R, Naldi L, Weinstock MA, Wulf SK, Michaud C, JL Murray C, Naghavi M. The global burden of skin disease in 2010: An analysis of the prevalence and impact of skin conditions. J Invest Dermatol. 2014; 134: 1527-1534. CrossRef PubMed
[4] Werfel T, Allam JP, Biedermann T, Eyerich K, Gilles S, Guttman-Yassky E, Hoetzenecker W, Knol E, Simon HU, Wollenberg A, Bieber T, Lauener R, Schmid-Grendelmeier P, Traidl-­Hoffmann C, Akdis CA. Cellular and molecular immunologic mechanisms in patients with atopic dermatitis. J Allergy Clin Immunol. 2016; 138: 336-349. CrossRef PubMed
[5] Traidl S, Werfel T, Heratizadeh A. New era of therapy. The German Dermatologist. 2019; 67: 448-460. [6] O’Shea JJ, Plenge R. JAK and STAT signaling molecules in immunoregulation and immune-mediated disease. Immunity. 2012; 36: 542-550. CrossRef PubMed

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