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Nahrungsmittelallergie

Eine typische Nahrungsmittelallergie ist IgE-vermittelt, aber mehrere Reaktionen beinhalten unterschiedliche Immunmechanismen. Diese Nahrungsmittelallergien werden als nicht-IgE-vermittelt oder als Mischung aus IgE und nicht-IgE-vermittelt definiert.

Immunantworten werden in drei Kategorien unterteilt: IgE-vermittelt, nicht-IgE-vermittelt und gemischt. IgE-vermittelte Reaktionen werden in der Regel in Sofortreaktionen (die innerhalb von 2 Stunden nach Nahrungsaufnahme auftreten) und Sofortreaktionen sowie Spätreaktionen (sofort einsetzende Symptome gefolgt von langfristigen oder anhaltenden Symptomen) unterteilt. Nicht-IgE-vermittelte Antworten sind klinisch und wissenschaftlich nicht gut definiert und gelten allgemein als T-Zell-vermittelt. Sie treten in der Regel verzögert ein und treten 4 bis 28 Stunden nach der Aufnahme schädlicher Nahrungsmittel auf. Gemischte IgE- und nicht-IgE-vermittelte Reaktionen sind Zustände im Zusammenhang mit einer Nahrungsmittelallergie, an denen IgE- und nicht-IgE-vermittelte Mechanismen beteiligt sind.

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Thema: nahrungsmittelallergie in der CME-ONLINE FORTBILDUNG

Aktuelle Fortbildungen nach dem Thema: nahrungsmittelallergie sortiert.

Prof. Dr. med. Hartwig Mensing
  Ärztlicher Leiter

Prof. Dr. med. Hartwig Mensing

Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten Dermatologisches Ambulatorium Hamburg-Alstertal

CME-Veranstalter

Cogitando GmbH

Finanzieller Förderer

Konzept Gesundheit - 300€ - Akkreditierung

Zertifiziert bisDienstag 2 August 2022
Zertifiziert durch Bayerische Landesärztekammer (BLÄK)
CME-Punkte 2 -
Berufsgruppe Arzt
AutorenProf. Dr. med. Hartwig Mensing / Dr. rer. nat. Anja Waßmann-Otto
CME-Veranstaltungstyp
Qualifizierung durch Lernerfolgskontrolle
CME-Fortbildung für die Fachbereiche
Kosten Kostenfrei
CME-Fortbildungspartner
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Molekulare Allergiediagnostik bei primärer Erdnussallergie

Vorgestellt wird der Fall einer 22-jährigen Patientin, die über seit der Kindheit rezidivierend aufgetretene Episoden schwerer allergischer Reaktionen nicht eindeutiger Genese berichtete. Ein Notfallset bestehend aus einem nicht sedierenden H1-Antihistaminikum, einem flüssigen Kortikosteroid sowie einem Adrenalin-Autoinjektor lag vor. Sie stellte sich nun in der ernährungstherapeutischen Sprechstunde der dermatologisch-allergologischen Praxis mit dem Wunsch nach Verifizierung der in der Kindheit gestellten Diagnose „Nussallergie“ vor.

Die molekulare Allergiediagnostik hat den diagnostischen Prozess in der vorgestellten Kasuistik zielführend unterstützt. In der Zusammenschau aus Anamnese und serologischer Diagnostik der Allergenkomponenten wären die oralen Provokationstestungen mit Erdnuss und Haselnuss bei der vorgestellten Patientin entbehrlich gewesen, jedoch hat insbesondere die positiv verlaufene DBPCFC mit Erdnuss maßgeblich zur Verbesserung des Patienten-Empowerments beigetragen.

Mittels molekularer Allergiediagnostik konnte eine Polysensibilisierung gegen die Erdnussspeicherproteine Ara h 2 (CAPKlasse 3), Ara h 1 (CAP-Klasse 4) und Ara h 3 (CAP-Klasse 3) detektiert werden. Während die Sensibilisierung gegen das PR-10 Allergen Ara h 8 nur geringgradig positiv war, konnten keine spezifischen IgEAntikörper gegen das Lipid-Transfer-Protein Ara h 9 nachgewiesen werden. Die Sensibilisierung gegen Ara h 8 ist konsistent mit der vorbekannten Birkenpollensensibilisierung. Das 2S Albumin Ara h 2 gilt als potentestes Erdnussallergen, wobei eine Polysensibilisierung gegen Ara h 2 und Ara h 1 und/oder Ara h 3 den stärksten Prädiktor für schwerere Reaktionen durch Erdnuss darstellt [1, 2, 3, 4, 5]. Die bestehende Polysensibilisierung gegen die Erdnussspeicherproteine korreliert bei der vorgestellten Patientin mit der imposanten anaphylaktischen Reaktion Grad III, die sie unter der titrierten oralen Provokationstestung mit Erdnuss entwickelte. Die differenzierte komponentenbasierte Diagnostik hätte in Zusammenschau mit der Anamnese die orale Provokationstestung mit Erdnuss sicherlich entbehrlich gemacht, diese fand aber wie beschrieben auf ausdrücklichen Wunsch der Patientin statt.

 

[1] Ballmer-Weber BK, Lidholm J, Fernández-Rivas M, Seneviratne S, Hanschmann KM, Vogel L, Bures P, Fritsche P, Summers C, Knulst AC, Le TM, Reig I, Papadopoulos NG, Sinaniotis A, Belohlavkova S, Popov T, Kralimarkova T, de Blay F, Purohit A, Clausen M, et al. IgE recognition patterns in peanut allergy are age dependent: perspectives of the EuroPrevall study. Allergy. 2015; 70: 391-407.
[2] Bublin M, Kostadinova M, Radauer C, Hafner C, Szépfalusi Z, Varga EM, Maleki SJ, HoffmannSommergruber K, Breiteneder H. IgE cross-reactivity between the major peanut allergen Ara h 2 and the nonhomologous allergens Ara h 1 and Ara h 3. J Allergy Clin Immunol. 2013; 132: 118- 124
[3] Flinterman AE, Knol EF, Lencer DA, Bardina L, den Hartog Jager CF, Lin J, Pasmans SG, Bruijnzeel-Koomen CA, Sampson HA, van Hoffen E, Shreffler WG. Peanut epitopes for IgE and IgG4 in peanut-sensitized children in relation to severity of peanut allergy. J Allergy Clin Immunol. 2008; 121: 737-743.e10
[4] Peeters KA, Koppelman SJ, van Hoffen E, van der Tas CW, den Hartog Jager CF, Penninks AH, Hefle SL, Bruijnzeel-Koomen CA, Knol EF, Knulst AC. Does skin prick test reactivity to purified allergens correlate with clinical severity of peanut allergy? Clin Exp Allergy. 2007; 37: 108-115
[5] Astier C, Morisset M, Roitel O, Codreanu F, Jacquenet S, Franck P, Ogier V, Petit N, Proust B, Moneret-Vautrin DA, Burks AW, Bihain B, Sampson HA, Kanny G. Predictive value of skin prick tests using recombinant allergens for diagnosis of peanut allergy. J Allergy Clin Immunol. 2006; 118: 250-256.

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Prof. Dr. med. Margitta Worm
  Ärztlicher Leiter

Prof. Dr. med. Margitta Worm

Dermatologie, Venerologie und Allergologie Campus Charité Mitte, Universitätsmedizin Berlin

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Cogitando GmbH

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Konzept Gesundheit - 300€ - Akkreditierung

Zertifiziert bisMittwoch 6 Juli 2022
Zertifiziert durch Bayerische Landesärztekammer (BLÄK)
CME-Punkte 8 -
Berufsgruppe Arzt
AutorenProf. Dr. med. Margitta Worm
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Kosten Kostenfrei
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Update Leitlinie zum Management IgEvermittelter Nahrungsmittelallergien

Wie werden Nahrungsmittelallergien nach ihrem Sensibilisierungsweg differenziert? Wie häufig sind Nahrungsmittelallergien? Was sind die Risikofaktoren einer Nahrungsmittelallergie? Wie ist die Prognose einer Nahrungsmittelallergie? Was sind die häufigsten Nahrungsmittelallergien?
Themen der Leitlinie: Epidemiologie und häufigste Auslöser, Prävention, Klinik und Differenzialdiagnostik, Diagnostik, Verlauf und Therapie, Empfehlungen zur Impfung bei Hühnereiallergie, Nahrungsmittel als Berufsallergien.

Die Leitlinie aus dem Jahre 2015 wurde von den Kapitelautoren nach Literatursuche in PubMed, Metaanalysen, klinischen Studien und anderen wissenschaftlichen Untersuchungen aktualisiert. Die Konsentierung der Überarbeitung erfolgte durch ein interdisziplinäres Expertengremium. Sie berücksichtigt die methodischen Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) zur Entwicklung von Leitlinien für Diagnostik und Therapie und entspricht nach dem Dreistufenkonzept der AWMF einer S2k-Leitlinie [1]. Die DELPHI-Kriterien finden Berücksichtigung [2]. Die Empfehlungsstärken der einzelnen Empfehlungen werden in dieser Leitlinie durch standardisierte Formulierungen ausgedrückt (Tab. 1) [3].

Wie werden Nahrungsmittelallergien nach ihrem Sensibilisierungsweg differenziert? Wie häufig sind Nahrungsmittelallergien? Was sind die Risikofaktoren einer Nahrungsmittelallergie? Wie ist die Prognose einer Nahrungsmittelallergie? Was sind die häufigsten Nahrungsmittelallergien? Klassifikation Immunglobulin-E(IgE)-vermittelte Nahrungsmittelallergien werden in primäre und sekundäre Nahrungsmittelallergien eingeteilt, die unterschiedlich schwer verlaufen können. – Primäre Nahrungsmittelallergien entstehen primär (am ehesten) in Folge gastrointestinaler Sensibilisierungen auf vorwiegend stabile Nahrungsmittelallergene (Glyko-/Lipo-proteine). – Eine sekundäre Nahrungsmittelallergie entsteht infolge einer Sensibilisierung gegenüber Aeroallergenen (z. B. Pollenallergenen) mit anschließenden Reaktionen (sog. Kreuzallergien) auf strukturverwandte, häufig instabile Allergene in (pflanzlichen) Lebensmitteln.

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Dr. med. Annice Heratizadeh
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Dr. med. Annice Heratizadeh

Koordination der Lehre der Klinik, Stellvertretender PI in klinischen Studien Medizinische Hochschule Hannover (MHH)

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Konzept Gesundheit - 300€ - Akkreditierung

Zertifiziert bisFreitag 8 April 2022
Zertifiziert durch Bayerische Landesärztekammer (BLÄK)
CME-Punkte 4 -
Berufsgruppe Arzt
AutorenDr. med. Annice Heratizadeh / Dr. rer. medic. Sabine Dölle-Bierke / Dr. med. Wojciech Francuzik / Dr. phil. nat. Melanie Albrecht / Prof. Dr. med. Margitta Worm
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Einsatz von Biologika zur Therapie der Nahrungsmittelallergie

Die Nahrungsmittelallergie ist eine häufige Erkrankung mit leichten bis schwereren Symptomen. Kinder sind häufiger betroffen. Die Behandlung umfasst die Akuttherapie bei Reaktionen und Allergiekarenz im Langzeitmanagement, die jedoch oftmals die Lebensqualität von Patienten beeinflusst. In der vorliegenden Arbeit werden aktuelle Entwicklungen zum Einsatz der Immuntherapie bei der Nahrungsmittelallergie dargestellt und es wird ausführlich von Studien zum Einsatz von Biologika allgemein bzw. speziell zu anti-IgE bei der Nahrungsmittelallergie berichtet. Derzeit befinden sich zwei Immuntherapieformen (epikutane und orale Immuntherapie) in der klinischen Entwicklung zur Behandlung einer Nahrungsmittelallergie mit guter Verträglichkeit und einer Wirksamkeit im Sinne einer erhöhten oralen Schwellendosis. Aktuelle Studien zum Einsatz von Biologika, hier vor allem anti-IgE zur Behandlung der Nahrungsmittelallergie zeigen vielversprechende Ergebnisse bezüglich Wirksamkeit und Verträglichkeit.

Die Nahrungsmittelallergie ist eine häufige Erkrankung und betrifft ca. 5 – 6% der Kinder [1] und 2 – 3% der Erwachsenen [2]. Die Symptome einer Nahrungsmittelallergie können mild im Sinne eines oralen Allergiesyndroms, welches häufiger bei Erwachsenen im Rahmen einer pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie vorkommt, auftreten oder sich als systemische Reaktion im Sinne einer Anaphylaxie manifestieren. Daten aus dem Anaphylaxie-Register zeigen, dass bei einer nahrungsmittelabhängigen Anaphylaxie am häufigsten Hautsymptome, gefolgt von respiratorischen Symptomen auftreten, während gastrointestinale Symptome bei ca. 50% der Betroffenen und Herz-KreislaufSymptome bei 40% zu finden sind [3]. Einer Nahrungsmittelallergie liegt ein IgE-vermittelter Mechanismus zu Grunde, mastzellgebundenes IgE wird bei Aufnahme des Allergens kreuzvernetzt und führt zu einer Freisetzung der Mastzellmediatoren, wie Histamin, Leukotrienen und weitere, die ihrerseits die klinischen Reaktionen hervorrufen. Die Behandlung einer Nahrungsmittelallergie umfasst neben akuttherapeutischen Maßnahmen im Falle einer Reaktion bei Aufnahme des Nahrungsmittels die konsequente Meidung im Sinne einer Allergenkarenz [4]. Dies führt bei Betroffenen zu einer erheblichen Belastung der Lebensqualität. Aufgrund akzidenteller Aufnahme von Nahrungsmittelallergenen treten bei bis zu 30% der Nahrungsmittelallergiker wiederholte Reaktionen auf. Obgleich ein tödlicher Ausgang einer Nahrungsmittelallergie ein seltenes Ereignis darstellt, wird immer wieder über Todesfälle, besonders im Kindesalter,

 

[1] Roehr CC, Edenharter G, Reimann S, Ehlers I, Worm M, Zuberbier T, Niggemann B. Food allergy and non-allergic food hypersensitivity in children and adolescents. Clin Exp Allergy. 2004; 34: 1534-1541. CrossRef PubMed
[2] Zuberbier T, Edenharter G, Worm M, Ehlers I, Reimann S, Hantke T, Roehr CC, Bergmann KE, Niggemann B. Prevalence of adverse reactions to food in Germany – a population study. Allergy. 2004; 59: 338-345. CrossRef PubMed
[3] Worm M, Moneret-Vautrin A, Scherer K, Lang R, Fernandez-Rivas M, Cardona V, Kowalski ML, Jutel M, Poziomkowska-Gesicka I, Papadopoulos NG, Beyer K, Mustakov T, Christoff G, Bilò MB, Muraro A, Hourihane JO, Grabenhenrich LB. First European data from the network of severe allergic reactions (NORA). Allergy. 2014; 69: 1397-1404. CrossRef PubMed
[4] Worm M, Reese I, Ballmer-Weber B, Beyer K, Bischoff SC, Classen M, Fischer PJ, Fuchs T, Huttegger I, Jappe U, Klimek L, Koletzko B, Lange L, Lepp U, Mahler V, Niggemann B, Rabe U, Raithel M, Saloga J, Schäfer C, et al. Guidelines on the management of IgE-mediated food allergies: S2kGuidelines of the German Society for Allergology and Clinical Immunology (DGAKI) in collaboration with the German Medical Association of Allergologists (AeDA), the German Professional Association of Pediatricians (BVKJ), the German Allergy and Asthma Association (DAAB), German Dermatological Society (DDG), the German Society for Nutrition (DGE), the German Society for Gastroenterology, Digestive and Metabolic Diseases (DGVS), the German Society for OtoRhino-Laryngology, Head and Neck Surgery, the German Society for Pediatric and Adolescent Medicine (DGKJ), the German Society for Pediatric Allergology and Environmental Medicine (GPA), the German Society for Pneumology (DGP), the German Society for Pediatric Gastroenterology and Nutrition (GPGE), German Contact Allergy Group (DKG), the Austrian Society for Allergology and Immunology (Æ-GAI), German Professional Association of Nutritional Sciences (VDOE) and the Association of the Scientific Medical Societies Germany (AWMF). Allergo J Int. 2015; 24: 256-293. CrossRef PubMed

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Prof. Dr. med. Dr. oec. troph Jürgen Stein
  Ärztlicher Leiter

Prof. Dr. med. Dr. oec. troph Jürgen Stein

Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Proktologie, Internistische Intensivmedizin, Diabetologe DDG Krankenhaus Sachsenhausen

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Zertifiziert bisFreitag 4 Februar 2022
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AutorenProf. Dr. med. Dr. oec. troph Jürgen Stein / Dr. K. Farrag / Prof. Dr. med. M. Raithel
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Nahrungsmittelallergien – welche Tests sollte der Gastroenterologe durchführen

Nahrungsmittelallergien (NMA), definiert als immunologisch vermittelte, abnormale entzündliche Reaktionen auf Nahrungsmittelproteine, können sich durch lokale und systemische Reaktionen an einem oder mehreren Organsystemen äußern. Die Prävalenz der NMA beträgt in westlichen Ländern bei Erwachsenen 2– 4%. Dagegen klagen bis zu 30 – 40% der Erwachsenen über Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die im Wesentlichen durch nichtimmunologische Mechanismen (nichtallergische Hypersensitivität) wie Malassimilation bzw. Intoleranzen hervorgerufen werden. Die Diagnostik einer NMA gründet sich immer auf eine symptomorientierte Ernährungsanamnese und erfordert in der Regel ein interdisziplinäres Vorgehen. Als wissenschaftlicher Goldstandard gilt der doppelblind und placebokontrolliert durchgeführte orale Provokationstest. Sinnvolle Laborparameter sind das Methylhistamin im 12-Stunden-Urin, Eosinophilenmarker im Stuhl oder Serum. Für alle Allergietypen gilt trotz der hinweisenden Labordiagnostik, dass die klinische Relevanz eines Nahrungsmittels als kausales Allergen jeweils überprüft werden sollte.

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