Allergischer Schock

Der allergischer Schock ist ein gefährlicher und potenziell lebensbedrohlicher Zustand, und die häufigste Form des iatrogenen Schocks, da auch Medikamente diese Immunantwort auslösen können. Viele Menschen verwenden die Begriffe allergische Reaktion und anaphylaktischer Schock, um sich auf dasselbe zu beziehen. Der anaphylaktische Schock ist jedoch eine Komplikation einer allergischen Reaktion, die auftritt, wenn der Blutdruck sehr tief abfällt und die Durchblutung erschwert wird. Eine Allergie tritt auf, wenn das Immunsystem einer Person auf harmlose Substanzen, sogenannte Allergene, überreagiert.

Sind mindestens zwei Organsysteme betroffen, etwa die Haut und das Herz-Kreislauf-System oder die Atemwege und der Magen-Darm-Trakt, spricht der Arzt von einer schweren allergischen Reaktion. Der Allgemeinzustand verschlechtert sich schnell und es besteht die Gefahr eines Atem- oder Kreislaufstillstands

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Vorgestellt wird der Fall einer 22-jährigen Patientin, die über seit der Kindheit rezidivierend aufgetretene Episoden schwerer allergischer Reaktionen nicht eindeutiger Genese berichtete. Ein Notfallset bestehend aus einem nicht sedierenden H1-Antihistaminikum, einem flüssigen Kortikosteroid sowie einem Adrenalin-Autoinjektor lag vor. Sie stellte sich nun in der ernährungstherapeutischen Sprechstunde der dermatologisch-allergologischen Praxis mit dem Wunsch nach Verifizierung der in der Kindheit gestellten Diagnose „Nussallergie“ vor. Die molekulare Allergiediagnostik hat den diagnostischen Prozess in der vorgestellten Kasuistik zielführend unterstützt. In der Zusammenschau aus Anamnese und serologischer Diagnostik der Allergenkomponenten wären die oralen Provokationstestungen mit Erdnuss und Haselnuss bei der vorgestellten Patientin entbehrlich gewesen, jedoch hat insbesondere die positiv verlaufene DBPCFC mit Erdnuss maßgeblich zur Verbesserung des Patienten-Empowerments beigetragen.

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