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Insektengiftallergie

Wenn die meisten Menschen von Insekten gebissen werden, wird der Bereich rot, geschwollen und juckt. Manche Menschen reagieren jedoch tatsächlich allergisch auf Insektenstiche. Dies bedeutet, dass Ihr Immunsystem auf das Gift überreagiert. Wenn Sie allergisch gegen Insekten sind, produziert Ihr Körper nach dem ersten Biss Antikörper namens Immunglobulin E (IgE). Wird das Gift erneut von der gleichen Insektenart gebissen, interagiert das Gift mit diesem spezifischen IgE-Antikörper und löst die Freisetzung der Substanz aus, was eine allergische Reaktion auslöst. Für die wenigen Menschen, die gegen Gifte allergisch sind, können Bisse lebensgefährlich sein. Diese Reaktion wird als allergische Reaktion (an-a-fi-LAK-sis) bezeichnet. Symptome können zwei oder mehr der folgenden sein:Juckreiz und Nesselsucht, Schwellungen im Rachen oder der Zunge, Atembeschwerden, Schwindel, Magenkrämpfe, Übelkeit oder Durchfall. In schweren Fällen kann ein schneller Blutdruckabfall zu Schock und Bewusstlosigkeit führen.

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Thema: insektengiftallergie in der CME-ONLINE FORTBILDUNG

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Prof. Dr. med. Wolfgang Pfützner
  Ärztlicher Leiter

Prof. Dr. med. Wolfgang Pfützner

Leitender Oberarzt der Klinik für Dermatologie und Allergologie Philipps Universität Marburg

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Cogitando GmbH

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Konzept Gesundheit - 300 Euro - Akkreditierung

Zertifiziert bisSamstag 5 Februar 2022
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Berufsgruppe Arzt
AutorenProf. Dr. med. Wolfgang Pfützner / Dr. med. Victoria Mortasawi
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Diagnostik der Insektengiftallergie unter besonderer Berücksichtigung des Stellenwerts kutaner Testungen

Bis zu 3% der Bevölkerung entwickeln eine Anaphylaxie auf Insektenstiche durch Hymenopteren, zu denen die Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen gehören. Der Diagnostik der Hymenopterengiftallergie kommt eine hohe Bedeutung insbesondere in Hinblick auf die Identifizierung des ursächlichen Insekts und des zugrunde liegenden immunologischen Mechanismus zu. Zur Verfügung stehen hier die IgE-Analytik und Hauttests. Hauttests sind einfach, schnell und relativ kostengünstig durchzuführen und können wertvolle diagnostische Informationen liefern. Zur korrekten Durchführung und Interpretation der Ergebnisse ist entsprechendes allergologisches Wissen erforderlich.

Nach dem Stichereignis einer Biene oder Wespe kommt es in den meisten Fällen zu keinerlei klinisch relevanten Symptomen. Bei bis zu 25% kann sich allerdings eine gesteigerte örtliche Reaktion zeigen (lokale Schwellung > 10 cm Durchmesser, über 24 Stunden anhaltend). Circa 3,5% der Bevölkerung entwickeln eine systemische allergische Reaktion vom Soforttyp [1]. Ausgelöst wird diese durch Bindung des Bienen- oder Wespengifts an IgE-Antikörper auf Mastzellen, was zur Degranulation mit Freisetzung von Histamin und weiteren Mediatoren führt. Histamin wirkt unter anderem vasodilatierend und erhöht die Gefäßpermeabilität, wodurch es zu typischen Symptomen wie Urtikaria, Angioödem, Juckreiz, Dyspnoe und Kreislaufdepression kommt [2].

Die Diagnostik einer Hymenopterengift (HG)-Allergie kann selbst den erfahrenen Allergologen vor eine Herausforderung stellen. Ursächlich hierfür sind die zumeist nicht eindeutige anamnestische Identifikation des allergieauslösenden Insekts [3], die weit verbreitete (bei circa 25 – 40% der Erwachsenen und bis zu 50% der Kinder), in der Regel klinisch nicht relevante HG-Sensibilisierung [1] sowie kreuzreaktive Doppelsensibilisierungen [4, 5] auf der einen Seite, der allmähliche Verlust HG-spezifischer IgE-Antikörper im Serum bei fehlendem erneuten Stichereignis auf der anderen Seite [6]. Die vorliegende Arbeit soll daher einen Überblick über die diagnostischen Möglichkeiten bei der Abklärung einer HG-Allergie geben und den Stellenwert der jeweiligen Verfahren evaluieren, wobei ein besonderer Fokus auf die kutanen Testungen gelegt wird.

[1] Jakob T, Rafei-Shamsabadi D, Spillner E, Müller S. Diagnostics in Hymenoptera venom allergy: current concepts and developments with special focus on molecular allergy diagnostics. Allergo J Int. 2017; 26: 93-105. 
[2] Przybilla B, Ruëff F, Walker A, Räwer H-C, Aberer W, Bauer CP, Berdel D, Biedermann T, Brockow K, Forster J, Fuchs T, Hamelmann E, Jakob T, Jarisch R, Merk HF, Müller U, Ott H, Sitter W, Urbanek R, Wedi B. Diagnose und Therapie der Bienen- und Wespengiftallergie. Allergo J. 2011; 20: 318-339.
[3] Baker TW, Forester JP, Johnson ML, Stolfi A, Stahl MC. The HIT study: Hymenoptera identification test – how accurate are people at identifying stinging insects? Ann Allergy Asthma Immunol. 2014; 113: 267-270.
[4] Egner W, Ward C, Brown DL, Ewan PW. The frequency and clinical significance of specific IgE to both wasp (Vespula) and honey-bee (Apis) venoms in the same patient. Clin Exp Allergy. 1998; 28: 26-34.
[5] Hemmer W. Kreuzreaktionen zwischen den Giften von Hymenopteren unterschiedlicher Familien, Gattungen und Arten. Hautarzt. 2014; 65: 775- 779.

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