ADHS und (Mangel)-Ernährung in der Pädiatrie
ADHS zählt zu den häufigsten neuroentwicklungsbedingten Störungen im Kindes- und Jugendalter und ist nicht nur mit Verhaltens- und Lernproblemen assoziiert, sondern auch mit relevanten Veränderungen des Essverhaltens und der Gewichtsentwicklung. In der pädiatrischen Praxis zeigt sich dabei häufig ein Spannungsfeld zwischen Gewichtsentwicklung und der Problematik einer Mangelernährung – letztere kann sowohl bei Übergewicht/Adipositas als auch Untergewicht auftreten.
Der Pädiater und Diabetologe Dr. Wolfgang Kömen, Essen, beleuchtet im CME-Kurs die aktuelle Evidenz zur Assoziation von ADHS und Gewichtsstörungen und vermittelt ein neurobiologisches Erklärungsmodell, das die Rolle des Gehirns bei der Appetitregulation einordnet. Im Fokus stehen dabei insbesondere das dopaminerge Belohnungssystem, Exekutivfunktionen sowie Mechanismen der Selbstregulation, die impulsives oder restriktives Essverhalten beeinflussen können.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Definition und Diagnostik von Mangelernährung im Kindesalter, einschließlich klinischer Warnzeichen wie Perzentilenabfall oder Gedeihstörung. Zudem wird die Bedeutung der Stimulanzien-Therapie thematisiert, da insbesondere im ersten Behandlungsjahr häufig Appetitminderung und Gewichtsverlust auftreten können.
Im therapeutischen Teil werden praxisnahe Strategien zur Prävention und Behandlung von Gewichtsabnahme vorgestellt: strukturierte Mahlzeitenkonzepte, energieangereicherte Ernährung, Snack-Strategien sowie der gezielte Einsatz von medizinischer, energiedichter Trinknahrung. Ergänzend werden Monitoring-Strategien und die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit dargestellt.
Abgerundet wird der Kurs durch Fallbeispiele aus dem pädiatrischen Alltag, die typische klinische Herausforderungen praxisnah veranschaulichen.
Die Bundesärztekammer und die BLÄK (Bayerische Landesärztekammer) fordern zu mehr Transparenz bei der Förderung von Ãrztlichen Fortbildungen bzw. CME auf. Alle Fortbildungsveranstalter sind gehalten, potenzielle Teilnehmer von Fortbildungen darüber zu informieren, in welchem Umfang und zu welchen Bedingungen eine Fortbildung, z.B. durch die die pharmazeutische Industrie, finanziell unterstützt wird.
Dieser Verpflichtung kommen wir nach und informieren Sie hier über mögliche Interessenkonflikte der Autoren sowie die Höhe der Förderung der beteiligten Sponsoren.
Dr. Wolfgang Kömen: Vortragshonorar, Beratertätigkeit: Medice, Takeda, Nutricia/Danone
Medcram ist für die technische Umsetzung und Zertifizierung der CME bei der BLÄK (Bayerische Landesärztekammer) und für die Veröffentlichung und Betreuung während der Laufzeit verantwortlich.
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