Arzt -CME: Frailty bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz

CME-Fortbildung-für Arzt Frailty bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz

Frailty bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz (CKD) ist mit einem erhöhten Komplikations- und Sterblichkeitsrisiko assoziiert. Häufigkeit und Risiken sind mit dem Ausmaß der CKD verknüpft. Die Ätiologie ist komplex und beinhaltet sowohl Aspekte der chronischen Inflammation, endokrinen
Dysfunktion und Malnutrition als auch Faktoren der Seneszenz. Interventionen – soweit bekannt – sollten entlang des individuellen Ergebnisses des Frailty-Assessments erfolgen. Die Therapie sollte immer einem multimodalen und multidisziplinären Ansatz folgen. Nephrologen sollten ermutigt werden, in einem einfachen Fragentest Frailty und deren Einzelkomponenten – auch in Ergänzung zum geriatrischen Screening und Assessment – in die Praxis zu ntegrieren.



aus der Zeitschrift Nieren- und Hochdruckkrankheiten

In Kooperation mit dem Dustri Verlag


aus der Zeitschrift:

Nieren- und Hochdruckkrankheiten

Dustri-Verlag | Dr. Karl Feistle GmbH & Co. KG | Bajuwarenring 4 | D-82041 Oberhaching

Frailty als komplexes Syndrom einer „Gebrechlichkeit“ ist nur unzulänglich durch den Begriff der „Senilität, Seneszenz, Al-tersschwäche“ als diagnostische Kategorie im ICD-10 (R54) charakterisiert. Nach der erstmaligen Beschreibung eines besonderen Krankheitsphänotypus durch Fried [1], wel-cher mit einer ungünstigen Prognose ver-knüpft ist, gewinnt „Frailty“ als Entität zu-nehmend auch unter pathophysiologischen, prognostischen und therapeutischen Ge-sichtspunkten im Umfeld chronischer Nie-renkrankheiten (CKD) an Bedeutung [2, 3, 4]. Erste Überlegungen zur prognostischen Bedeutung datieren aus Analysen von Regis-terdaten, bei denen Ergebnisse zur Mortalität und Hospitalisierung bei Subpopulationen nicht mehr mit bis dato etablierten Parame-tern wie ethnische Herkunft, Diabetesstatus, Alter etc. assoziiert schienen

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