Arzt -CME: Evidenz und Erfahrung mit Cannabinoiden in der Neurologie: Multiple Sklerose

CME-Fortbildung-Evidenz und Erfahrung mit Cannabinoiden in der Neurologie: Multiple Sklerose

Die möglichen Einsatzgebiete von Cannabis bei neurologischen Erkrankungen umfassen u.a. Epilepsie, Parkinson, Tourette Syndrom, Chorea Huntington und multiple Sklerose, doch nur für wenige Indikationen liegt eine ausreichende Studienlage vor.
Cannabis enthält verschiedene Wirkstoffe, die Cannabinoide, die unter anderem eine muskelentspannende und schmerzlindernde Wirkung haben und mittlerweile bei bestimmten Erkrankungen auch als Medikament verschrieben werden können. Zu den Indikationen, bei denen medizinisches Cannabis zugelassen ist, gehören auch mittelschwere bis schwere spastische Lähmungen und Krämpfe bei Multipler Sklerose (MS). Cannabis wirkt hier schmerzlindernd und entspannend. Patienten mit Multipler Sklerose (MS), die unter einer mittelschweren bis schweren Spastik leiden, können daher von einer Therapie mit medizinischem Cannabis profitieren.
Themen: Einsatz von Cannabis/ Cannabinoiden bei neurologischen Erkrankungen, insbesondere Spastik bei MS, Wissenschaftliche Daten/Studienlage, Dosierung/Verträglichkeit.
Hintergrund:
In Deutschland können seit März 2017 Patienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung Cannabisblüten und -extrakte sowie synthetische Cannabinoide zu Lasten der Krankenkassen verordnet werden. Die Zulassung von medizinischem Cannabis beinhaltet keine Festlegung auf eine Indikation und ist somit auch für Patienten mit neurologischen Erkrankungen, Schmerzpatienten, onkologischen Patienten und anderen internistischen Krankheiten relevant.

Wissenschaftlicher Leiter: PD Dr. med. Andreas Jähne, Ärztlicher Direktor Rhein-Jura-Klinik, Bad Säckingen