Orale Provokation

Ein oraler Provokationstest ist die einzige Möglichkeit, eine Nahrungsmittelallergie zuverlässig zu diagnostizieren. Dieser Test wird normalerweise verwendet, um die Anzahl der allergischen Reaktionen zu bestimmen. Dies kann von Patient zu Patient variieren. Der Test wird wegen möglich »Allergische Reaktionen  nur in Fachkliniken und unter ständiger ärztlicher Aufsicht durchgeführt. Begonnen wird mit einer sehr kleinen Menge allergieauslösender Lebensmittel (positiv in Haut- und/oder Labortests getestet) und  so erhöht sich die Dosis nach einer gewissen Zeitspanne, bis eine allergische Reaktion auftritt. In den meisten Fällen erfolgt die Stimulation doppelblind, d. h. weder der Arzt noch der Patient haben Informationen darüber, ob sie Nahrungsmittel zu sich nehmen, die Allergien auslösen. Nur so lässt sich eine eindeutige Reaktion feststellen

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Prof. Dr. med. Hartwig Mensing
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Prof. Dr. med. Hartwig Mensing

Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten Dermatologisches Ambulatorium Hamburg-Alstertal

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Vorgestellt wird der Fall einer 22-jährigen Patientin, die über seit der Kindheit rezidivierend aufgetretene Episoden schwerer allergischer Reaktionen nicht eindeutiger Genese berichtete. Ein Notfallset bestehend aus einem nicht sedierenden H1-Antihistaminikum, einem flüssigen Kortikosteroid sowie einem Adrenalin-Autoinjektor lag vor. Sie stellte sich nun in der ernährungstherapeutischen Sprechstunde der dermatologisch-allergologischen Praxis mit dem Wunsch nach Verifizierung der in der Kindheit gestellten Diagnose „Nussallergie“ vor. Die molekulare Allergiediagnostik hat den diagnostischen Prozess in der vorgestellten Kasuistik zielführend unterstützt. In der Zusammenschau aus Anamnese und serologischer Diagnostik der Allergenkomponenten wären die oralen Provokationstestungen mit Erdnuss und Haselnuss bei der vorgestellten Patientin entbehrlich gewesen, jedoch hat insbesondere die positiv verlaufene DBPCFC mit Erdnuss maßgeblich zur Verbesserung des Patienten-Empowerments beigetragen.

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