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CME-Fortbildungen für Ärzte – Live-Seminare & Online-Kurse
  • Teilnahme:

    Kostenfrei
  • Kursdauer bis:

    Freitag 9 April 2027 : 00:00
  • Qualifizierung:

    Kat I - Tutoriell unterstützte Online-Fortbildung
  • Medcram übernimmt die technische Umsetzung, Akkreditierung und Zertifizierung gemäß CME-Vorgaben bei der jeweiligen Landesärztekammer sowie die Betreuung der CME über 12 Monate. Die inhaltliche Gestaltung obliegt den Autoren und Referenten | konzept.gesundheit - 300 Euro - Akkreditierung

Ethische Entscheidungsfindung in der Intensivmedizin

Die moderne Intensivmedizin ermöglicht die Behandlung schwer erkrankter und/oder chronisch vorerkrankter oder schwer verletzter Patienten – auch hohen Alters und auch über lange Zeiträume hinweg. Allerdings entwickelnd viele Patienten nach prolongierter Intensiv- und ggf. Rehabilitations-
therapie ein Post-Intensive Care Syndrome (PICS) mit erheblichen dauernden Defiziten, was ihre Lebensqualität und die ihrer Familien in hohem Maße beeinträchtigt.

Die Legitimation intensivmedizinischer Interventionen basiert grundsätzlich auf dem Zwei-Säulen-Modell, medizinische Indikation und Einwilligung des Patienten. Unabdingbar ist darüber hinaus die Bestimmung eines Therapieziels, das das medizinisch sinnvoll Mögliche mit den Wünschen und Werten des Patienten in Einklang bringt, soweit unter den Umständen möglich. Therapieziele sind dabei als dynamisches Kontinuum zu verstehen; sie können und müssen sich gelegentlich im Verlauf wandeln. Im Bezug auf die ethische Entscheidungsfindung stellen die prognostische Unsicherheit und die multifaktoriell bedingte Anwendung nicht oder nicht mehr indizierter Maßnahmen die zentralen Herausforderungen dar.

Ethisch angemessene Entscheidungen erfordern die realistische Bewertung der jeweiligen medizinischen Optionen, eine regelmäßige Reevaluation des Therapieziels, eine adäquate Teamkommunikation und die regelmäßige Durchführung strukturierter Angehörigengespräche. Die Qualität des ethischen Arbeitsklimas korreliert mit frühzeitigeren End-of-Life-Entscheidungen und
schützt vor moral distress. Wenn lebensverlängernde Maßnahmen das (bisherige) Therapieziel nicht oder nicht mehr erreichen helfen können, ist ein Therapiezielwechsel zur end-of-life care erforderlich.

Die Bundesärztekammer und die BLÄK (Bayerische Landesärztekammer) fordern zu mehr Transparenz bei der Förderung von Ãrztlichen Fortbildungen bzw. CME auf. Alle Fortbildungsveranstalter sind gehalten, potenzielle Teilnehmer von Fortbildungen darüber zu informieren, in welchem Umfang und zu welchen Bedingungen eine Fortbildung, z.B. durch die die pharmazeutische Industrie, finanziell unterstützt wird. Dieser Verpflichtung kommen wir nach und informieren Sie hier über mögliche Interessenkonflikte der Autoren sowie die Höhe der Förderung der beteiligten Sponsoren.

Die Autoren waren Beschwerdeführer der unabhängigen Ärztegruppe gegen § 5c IfSG vor dem Bundesverfassungsgericht (1BvR 2284/23).

Medcram ist für die technische Umsetzung und Zertifizierung der CME bei der BLÄK (Bayerische Landesärztekammer) und für die Veröffentlichung und Betreuung während der Laufzeit verantwortlich.

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