Prävention irritativer und allergischer Kontaktekzeme durch persönliche Schutzmaßnahmen: Erfolgsfaktoren für die Praxis
Kontaktekzeme zählen zu den häufigsten berufsbedingten Hauterkrankungen und entstehen überwiegend durch irritative Belastungen. Allergische Kontaktekzeme machen etwa ein Fünftel der Fälle aus und erfordern eine konsequente Allergenidentifikation und -meidung, auch wenn die abnehmende Verfügbarkeit von Epikutantestsubstanzen die allergologische Diagnostik zunehmend erschwert.
Die Prävention sollte dem STOP-Prinzip folgen und persönliche Schutzmaßnahmen einschließen, insbesondere Schutzhandschuhe sowie Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemittel. Die Auswahl und Anwendung dieser Maßnahmen müssen arbeitsplatzbezogen und evidenzbasiert erfolgen.
Persönliche Schutzmaßnahmen stellen damit einen zentralen Baustein der Kontaktekzemprävention dar. Ihre adäquate Umsetzung, kontinuierliche Weiterentwicklung und Integration in bestehende Präventionsverfahren sind entscheidend, um gefährdete Beschäftigtengruppen langfristig wirksam zu schützen.
Die Bundesärztekammer und die BLÄK (Bayerische Landesärztekammer) fordern zu mehr Transparenz bei der Förderung von Ãrztlichen Fortbildungen bzw. CME auf. Alle Fortbildungsveranstalter sind gehalten, potenzielle Teilnehmer von Fortbildungen darüber zu informieren, in welchem Umfang und zu welchen Bedingungen eine Fortbildung, z.B. durch die die pharmazeutische Industrie, finanziell unterstützt wird.
Dieser Verpflichtung kommen wir nach und informieren Sie hier über mögliche Interessenkonflikte der Autoren sowie die Höhe der Förderung der beteiligten Sponsoren.
M. Gina ist am Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IPA) der Ruhr-Universität beschäftigt. Er war Koordinator der S2k-Leitlinie „Berufliche Hautmittel” und forscht auf dem Gebiet der Feuchtarbeit. Das IPA ist ein unabhängiges Forschungsinstitut der Ruhr-Universität Bochum.
A. Wilke ist im iDerm u. a. an der Durchführung ambulanter und stationärer Maßnahmen zur Prävention berufsbedingter Hauterkrankungen beteiligt.
Die in diesem Artikel geäußerte Ansicht ist die der Autoren.
Medcram ist für die technische Umsetzung und Zertifizierung der CME bei der BLÄK (Bayerische Landesärztekammer) und für die Veröffentlichung und Betreuung während der Laufzeit verantwortlich.
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