Arzt -CME: Cannabis und Cannabinoide – Einsatz bei chronischen Schmerzen

CME-Fortbildung-Cannabis und Cannabinoide – Einsatz bei chronischen Schmerzen

Die Symptomatik „Schmerz“ stellt nach aktueller Begleiterhebung mit knapp 70% die häufigste Indikation für eine Verordnung von Cannabisarzneimitteln dar.
Wenn gängige Schmerzmittel nicht mehr helfen oder nicht vertragen werden, können seit März 2017 Patienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung Cannabisarzneimittel zu Lasten der Krankenkassen verordnet werden. Verordnungsfähig sind dabei Cannabisblüten, synthetisches THC und Vollspektrumextrakte mit standardisiertem Gehalt an THC und/oder CBD. Auch die Fertigarzneimittel Nabiximols und Nabilon können grundsätzlich auch außerhalb der zugelassenen Indikationen eingesetzt werden.
Die genaue Wirkung von Cannabinoiden ist noch immer Gegenstand zahlreicher Studien, Übersichtsarbeiten zeigen jedoch eine überwiegend positive (wenn auch schwache) Wirksamkeit von Cannabinoiden in der Behandlung von chronischen Schmerzen. Auch wenn für die einzelnen Indikationen noch ein sehr heterogenes Bild vorliegt, so erfordert die schmerzmedizinische Betreuung ein pragmatisches Vorgehen.
Der Vortrag behandelt die Fragen der Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit von Cannabis und Cannabinoiden in der (komplementären) Behandlung von Patienten in den Indikationen nozizeptiver, chronischer Schmerz, nicht-tumorbedingter chronischer Schmerz, viszeraler Schmerz, rheumatologisch ausgelöster Schmerz, Muskelschmerz und Fibromyalgie. Der therapeutische Einsatz bei neuropathischen Schmerzen ist gut belegt und wird in einem separaten Webinar behandelt. Neben zahlreichen Fallbeispielen aus der Praxis werden Verordnung, Ablauf des Antrags- und Genehmigungsverfahren, sowie konkrete Hinweise zum Vorgehen bei Ablehnung vorgestellt.


Live Termin 26.11.2019, 19.00 bis 20.30 Uhr


Cannabis und Cannabinoide - Einsatz bei chronischen Schmerzen
Leiter der Schmerzmedizin Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin Universitätsklinikum Bonn

| Wissenschaftliche Leitung: PD Dr. med. Andreas Jähne
Ärztlicher Direktor Oberberg Klinik Rhein Jura, Bad Säckingen


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