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Samstag 11 September 2027 :00:00 Qualifizierung:
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Lichen sclerosus bei Kindern: Früh erkennen, richtig behandeln, Traumata vermeiden
Lichenoide Dermatosen sind eine Gruppe von entzündlichen Hauterkrankungen, die als häufigste Formen den Lichen planus und Lichen sclerosus umfassen. Der Lichen planus ist durch das Auftreten von flachen, polygonalen Papeln (= kleine, erhabene Hautveränderungen) gekennzeichnet, die oft konfluieren und dann eine unregelmäßige Oberfäche aufweisen, die an Kopfsteinplaster erinnern. Diese Hautveränderungen sind oft violett bis rot gefärbt und gehen mit z. T. schmerzhaftem Juckreiz einher.
Der Lichen sclerosus zeigt dagegen größere weißliche, pergamentartige Hautveränderungen mit glatter, porzellanartiger Oberfläche. Bei Kindern tritt der Lichen sclerosus insbesondere im Genitalbereich auf, die bei Jungen zu einer Verengung der Vorhaut und bei Mädchen zu einem heterogenen Erscheinungsbild u.a. Sklerosierung der Haut im Anogenitalbereich mit Einrissen, Wundsein, Ekchymosen und Verklebungen führen können. Die Diagnose erfolgt hauptsächlich durch eine klinische Untersuchung, wobei eine Biopsie selten notwendig ist.
Die Behandlung umfasst in der Regel hochpotente topische Steroide, unterstützende Fettsalben und bei Jungen möglicherweise eine Zirkumzision. Eine langfristige, interdisziplinäre Überwachung ist wichtig, um Rückfälle zu verhindern und Komplikationen wie Phimose, Vernarbung oder eine Karzinomentwicklung zu vermeiden.
Die beiden Vortragenden, Ao. Univ.-Prof. Dr. med. Sigrid Regauer, Dermatopathologin, und Dr. med. Martin Promm, Urologe, legen das Krankheitsbild der lichenoiden Dermatosen, mit Schwerpunkt Lichen sclerosus, in zahlreichen Bildern kenntnisreich und ausführlich dar und stellen aktuelle und leitliniengerechte Behandlungsoptionen bei Kindern und Jugendlichen vor.
Referent*in:
Dr. med. Martin Promm, FEAPU
Facharzt für Urologie, Europäisch zertifizierter Arzt für Kinderurologie
Barmherzige Brüder Klinik St. Hedwig
Referent*in:
Ao. Univ.-Prof. Dr. med. Sigrid Regauer
Fachärztin für Pathologie, Dermatopathologie
Medizinische Universität Graz
Die Bundesärztekammer und die BLÄK (Bayerische Landesärztekammer) fordern zu mehr Transparenz bei der Förderung von Ãrztlichen Fortbildungen bzw. CME auf. Alle Fortbildungsveranstalter sind gehalten, potenzielle Teilnehmer von Fortbildungen darüber zu informieren, in welchem Umfang und zu welchen Bedingungen eine Fortbildung, z.B. durch die die pharmazeutische Industrie, finanziell unterstützt wird. Dieser Verpflichtung kommen wir nach und informieren Sie hier über mögliche Interessenkonflikte der Autoren sowie die Höhe der Förderung der beteiligten Sponsoren.
Ao. Univ.-Prof. Dr. med. Sigrid Regauer: Kaymogyn GmbH, Berlin, Deutschland 2023 und 2024
Dr. Wolff, Bielefeld, Deutschland 2021, 2022, 2023; Verein interdisziplinäre Interessengemeinschaft Vulva Erkrankungen (VIVE), Graz, Österreich – Organisation & Referentin
Dr. med. Martin Promm: Kaymogyn GmbH
Medcram ist für die technische Umsetzung und Zertifizierung der CME bei der BLÄK (Bayerische Landesärztekammer) und für die Veröffentlichung und Betreuung während der Laufzeit verantwortlich.
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